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Google Ads einrichten: Das saubere Fundament für deine erste Kampagne

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Ein Google-Ads-Konto ist schnell eröffnet. Eine Kampagne ist ebenfalls schnell zusammengeklickt. Google sorgt mit Empfehlungen, vorausgewählten Einstellungen und freundlichen Hinweisen dafür, dass zwischen Anmeldung und erster Abbuchung möglichst wenig Reibung entsteht.

Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass die Kampagne sinnvoll aufgebaut ist.

Gerade bei neuen Konten entscheidet das Setup darüber, ob Google Ads verwertbare Daten sammelt oder dein Budget auf Suchanfragen verteilt, die zwar irgendwie zu deinem Thema passen, aber kaum zu deinem Angebot.

Bevor du die erste Anzeige schaltest, brauchst du deshalb keine lange Keywordliste. Du brauchst ein klares Ziel.

Was soll die Kampagne tatsächlich erreichen?

„Mehr Kunden“ ist kein Kampagnenziel. Es ist ein Wunsch.

Für eine belastbare Kampagnenplanung muss definiert sein, welche konkrete Handlung ein Nutzer ausführen soll. Bei einem lokalen Dienstleister kann das eine qualifizierte Kontaktanfrage oder ein Anruf sein. In einem Onlineshop ist es meist ein Kauf. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen kann auch eine Terminbuchung oder eine konkrete Angebotsanfrage sinnvoll sein.

Diese Handlung wird später als Conversion gemessen. Google beschreibt eine Conversion-Aktion als eine für das Unternehmen wertvolle Kundenaktivität, die zur Auswertung und Optimierung einer Kampagne verwendet werden kann.

Das Ziel sollte bereits vor dem Kampagnenstart feststehen. Andernfalls optimierst du später auf Klicks, Formulareinblendungen oder andere leicht erreichbare Signale, die wenig über den wirtschaftlichen Erfolg aussagen.

Eine Suchkampagne ist häufig der beste Einstieg

Für Unternehmen mit klarer Nachfrage ist eine klassische Suchkampagne meistens der sinnvollste Einstieg. Sie erreicht Menschen, die bereits aktiv nach einer Leistung, einem Produkt oder einer Lösung suchen.

Performance Max verteilt Anzeigen dagegen über verschiedene Google-Kanäle, darunter die Suche, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps. Google beschreibt diesen Kampagnentyp ausdrücklich als Ergänzung zu keywordbasierten Suchkampagnen.

Das heißt nicht, dass Performance Max grundsätzlich ungeeignet wäre. Der Kampagnentyp braucht jedoch klare Ziele, belastbare Conversion-Daten, gute Assets und eine ausreichende Datengrundlage. Ein neues Konto mit kleinem Budget gewinnt zunächst meist mehr Kontrolle durch eine sauber strukturierte Suchkampagne.

Die Kampagnenstruktur folgt dem Angebot

Eine Kampagne sollte kein Sammelbecken für alle Leistungen eines Unternehmens sein.

Bietet ein Unternehmen beispielsweise Webdesign, Suchmaschinenoptimierung und Google-Ads-Betreuung an, gehören diese Leistungen in getrennte Kampagnen oder zumindest klar getrennte Anzeigengruppen. Nutzer, die nach einer WordPress-Agentur suchen, sollten keine allgemeine Anzeige über digitales Wachstum erhalten.

Eine sinnvolle Grundstruktur lautet:

Kampagne → Leistungsbereich → Anzeigengruppe → konkrete Suchintention → passende Landingpage.

Die Trennung verbessert die Steuerbarkeit. Budgets, Standorte, Gebotsstrategien und Auswertungen lassen sich auf Kampagnenebene sauber zuordnen. Innerhalb der Anzeigengruppen können Anzeigen und Keywords eng aufeinander abgestimmt werden.

Entscheidend ist dabei die Landingpage. Eine Anzeige für „SEO-Beratung für Unternehmen“ sollte nicht auf eine allgemeine Startseite führen, auf der der Nutzer erst nach der passenden Leistung suchen muss.

Keywords beschreiben Nachfrage, keine Wunschkunden

Keywords legen fest, bei welchen Suchanfragen eine Anzeige für die Auktion berücksichtigt werden kann. Die verschiedenen Keywordoptionen steuern, wie eng ein Keyword mit der tatsächlichen Suchanfrage übereinstimmen muss.

Google unterscheidet unter anderem zwischen weitgehend passenden Keywords, Wortgruppen und genau passenden Keywords. Die Bezeichnungen vermitteln allerdings mehr Präzision, als tatsächlich vorhanden ist. Auch genau passende Keywords können sinngleiche Varianten und Suchanfragen mit derselben erkannten Absicht auslösen.

Für eine neue Kampagne mit begrenztem Budget bieten Wortgruppen und genau passende Keywords häufig einen kontrollierbaren Einstieg. Weitgehend passende Keywords können später sinnvoll werden, wenn das Conversion-Tracking zuverlässig funktioniert und genügend Daten für automatisierte Gebotsstrategien vorhanden sind.

Google bietet inzwischen sogar eine Kampagneneinstellung an, bei der ausschließlich weitgehend passende Keywords verwendet werden. Diese Einstellung ist nur zusammen mit conversionbasiertem Smart Bidding verfügbar.

Das zeigt bereits: Broad Match gehört in ein funktionierendes Messsystem. Es ist kein Ersatz für eines.

Ausschließende Keywords gehören ins Setup

Neben gewünschten Suchbegriffen solltest du vor dem Start auch unerwünschte Begriffe definieren.

Ein Anbieter hochpreisiger Unternehmensberatung könnte beispielsweise Suchanfragen rund um Ausbildung, Stellenangebote, kostenlose Vorlagen oder Definitionen ausschließen. Ein lokaler Dienstleister sollte prüfen, ob Anfragen nach Eigenbau, Gebrauchtangeboten oder kostenlosen Lösungen wirtschaftlich relevant sind.

Ausschließende Keywords verhindern, dass Anzeigen bei ungeeigneten Suchanfragen erscheinen. Google empfiehlt ihren Einsatz ausdrücklich, um Kosten zu reduzieren und Anzeigen stärker auf relevante Suchanfragen zu konzentrieren.

Die erste Negativliste entsteht vor dem Start. Die wirklich wertvolle Liste entsteht später aus dem Suchbegriffsbericht.

Standorte und Sprache bewusst festlegen

Die Standortausrichtung wirkt simpel und produziert trotzdem regelmäßig verbranntes Budget.

Ein regional tätiges Unternehmen sollte nicht nur sein Bundesland auswählen und hoffen, dass Google den Rest schon versteht. Ein sinnvoller Radius oder klar definierte Städte und Regionen sind meist präziser.

Zusätzlich muss geprüft werden, ob Personen erreicht werden sollen, die sich tatsächlich in der Zielregion befinden, oder auch Menschen, die lediglich Interesse an dieser Region gezeigt haben. Für viele lokale Dienstleistungen ist die tatsächliche Anwesenheit das sinnvollere Signal.

Auch die Spracheinstellung sollte zur Zielgruppe und zu den verwendeten Anzeigen passen. Sie ist kein zuverlässiger Ersatz für eine geografische oder inhaltliche Eingrenzung.

Anzeigen brauchen eine klare Botschaft

Responsive Suchanzeigen kombinieren mehrere Überschriften und Beschreibungen miteinander. Google testet verschiedene Zusammenstellungen und versucht, die Botschaft an die Suchanfrage anzupassen.

Das funktioniert nur, wenn die einzelnen Bestandteile inhaltlich zusammenpassen.

Eine gute Anzeige beantwortet vier Fragen:

Was wird angeboten? Für wen ist es gedacht? Warum ist das Angebot relevant? Was soll der Nutzer als Nächstes tun?

Austauschbare Aussagen wie „Ihr zuverlässiger Partner“ oder „Qualität aus einer Hand“ verbrauchen wertvollen Platz, ohne einen nachvollziehbaren Grund für den Klick zu liefern.

Preise, regionale Spezialisierungen, konkrete Leistungen, Zertifizierungen oder ein klarer Prozess sind meist wertvoller als die übliche Werbewatte.

Vor dem Start muss die Messung stehen

Eine Kampagne darf technisch erst live gehen, wenn ihre wichtigsten Conversions zuverlässig erfasst werden.

Dazu gehören je nach Geschäftsmodell Formularanfragen, Terminbuchungen, qualifizierte Anrufe oder Käufe. Ein Klick auf die Kontaktseite ist selten eine belastbare Hauptconversion. Er zeigt Interesse, aber noch keinen Geschäftserfolg.

Google Ads kann Website-Conversions über verschiedene Datenquellen einrichten. Dazu gehören der Google-Tag und verknüpfte Google-Analytics-4-Daten.

Vor der Freigabe sollte jede Conversion praktisch getestet werden. Ein Tracking-Code, der laut Oberfläche „aktiv“ ist, kann trotzdem doppelt auslösen, falsche Werte übertragen oder bereits beim Laden des Formulars feuern.

Fazit: Die Kampagne beginnt vor dem ersten Klick

Ein solides Google-Ads-Setup besteht aus einem klaren Geschäftsziel, einer nachvollziehbaren Struktur, passenden Suchbegriffen, kontrollierten Standorten, relevanten Anzeigen und einer funktionierenden Conversion-Messung.

Das klingt weniger aufregend als Googles Versprechen, mit wenigen Klicks neue Kunden zu gewinnen. Es ist dafür deutlich näher an der Realität.

Mit dem Kampagnenstart beginnt anschließend die eigentliche Arbeit. Suchanfragen, Kosten, Conversion-Qualität und Zielseiten müssen beobachtet und schrittweise verbessert werden.

Genau darum geht es im zweiten Teil dieser Serie.


FAQ zum Google-Ads-Setup

Wie viel Budget braucht eine neue Google-Ads-Kampagne?

Das Budget hängt von Klickpreisen, Suchvolumen, Region und benötigter Datenmenge ab. Es sollte ausreichen, um regelmäßig relevante Klicks und Conversions zu erzeugen. Ein symbolisches Tagesbudget führt häufig zu langen Lernphasen und wenig belastbaren Ergebnissen.

Wie viele Keywords braucht eine Anzeigengruppe?

Die Anzahl ist weniger wichtig als die thematische Nähe. Eine kleine Gruppe klar zusammengehöriger Keywords ist meist besser steuerbar als eine lange Liste verschiedener Suchabsichten.

Sollte eine Kampagne sofort Smart Bidding verwenden?

Das hängt von Ziel, Datenlage und Tracking ab. Conversionbasierte Gebotsstrategien brauchen zuverlässige Signale. Bei fehlerhaften oder beliebigen Conversions automatisiert Google lediglich die falsche Zielsetzung.

Kann die Startseite als Landingpage verwendet werden?

Nur wenn sie exakt zur Suchabsicht und zur Anzeige passt. Bei mehreren Leistungen ist eine spezialisierte Landingpage fast immer verständlicher und besser auswertbar.


SEO Wunderland Rene

Über den Autor

René Nebeling - CEO von SEO Wunderland und renistic.com
Wenn du es dir vorstellen kannst, dann kannst du es auch tun.

Ich bin René Nebeling, Gründer von SEO Wunderland. Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit Websites, Suchmaschinen und der Frage, warum manche Seiten sichtbar werden und andere irgendwie im Hintergrund bleiben.

Im Alltag arbeite ich viel an der Struktur von Websites. Technik aufräumen, Ladezeiten verbessern, Inhalte überarbeiten. Manchmal sind das kleine Anpassungen, manchmal wird eine Seite komplett neu aufgebaut. Das passiert öfter, als man denkt.

Ein großer Teil meiner Arbeit ist Content. Über die Jahre sind viele Texte entstanden. Für Online-Shops, Kanzleien, Coaches, Einzelunternehmer und kleinere Unternehmen. Mal geht es um klassische Website-Texte, mal um Landingpages oder Produktbeschreibungen. Und manchmal entstehen auch längere Inhalte, etwa Blogartikel oder Ratgeberseiten.

Dabei merkt man ziemlich schnell, dass guter Content selten aus perfekten Formeln entsteht. Oft beginnt es mit Gesprächen, mit echten Fragen aus Projekten oder mit Dingen, die man in der Praxis immer wieder sieht.

Neben Kundenprojekten entwickle ich auch eigene Websites und Systeme. Dort kann ich vieles direkt ausprobieren. SEO-Strukturen, Content-Aufbau, technische Lösungen in WordPress. Ein bisschen Labor gehört also auch dazu.

In meinen Artikeln schreibe ich daher meist über Erfahrungen aus echten Projekten. Über Content, über technische Zusammenhänge oder auch über kleine Details, die am Ende erstaunlich viel Einfluss haben können.

Mehr über meine Arbeit und Projekte findest du bei SEO Wunderland.